
Vulkane prägen das nordöstliche Landschaftsbild der Insel. Die höchste Erhebung ist der 3.142 Meter hohe Gunung Agung (übersetzt: Großer Berg).
Für die Balinesen ist er der Sitz der Götter. Außerdem ist er der Pol des balinesischen Koordinatensystemes. Beim letzten Ausbruch von 1963 forderte er mehr als 1000 Menschenleben und verwüstete zahlreiche Dörfer und Felder.
Westlich vom Gunung Agung schließt sich der riesige, zehn Kilometer breite Vulkankrater des Batur-Massivs an, mit dem Randkegel des Gunung Abang (2.153 m) als mächtige Erhebung. Das Innere des Kraters wird von dem jungen Kegel des im 20. Jahrhundert viermal tätigen Gunung Batur (1.717 m) und vom Kratersee Danau Batur ausgefüllt.
Der Grund dieser vulkanischen Aktivität sind zwei Kontinentalplatten, die Sundaplatte und die Sahul-Platte (Australische Platte und Eurasische Platte), die durch Bali verlaufen. Sie bewegen sich aufeinander zu, und durch die Kollision der Platten entstehen Risse in der Erdkruste, aus denen das Magma nach oben dringt.
So entstanden die Vulkanketten, die Bali und die angrenzenden indonesischen Inseln wie die Halbinsel Bukit Ladung im Süden und die südöstlich gelegene Insel Nusa Pepita, prägen. Somit gehören auch Erdstöße und Vulkanausbrüche zur indonesischen Normalität.









