
Die Insel beheimatet etwa 3,8 Millionen Einwohner. Über 500.000 davon leben in der südlich gelegenen Stadt Denpasar. Die große Mehrheit der Bevölkerung sind hinduistische Balinesen, jedoch steigt der Anteil der Einwanderer aus Java, anderen asiatischen Ländern, Australien und Europa.
Das tägliche Leben im traditionellen Familienverband folgt strengen Regeln, bestehend aus religiösen Zeremonien und überlieferten Riten, jedoch geht diese Lebensweise in touristisch erschlossenen Gebieten zunehmend verloren.
Dessen ungeachtet ist die balinesische Mentalität durchdrungen von Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit und Geschäftstüchtigkeit. Das erklärt auch die Tatsache, warum die Balinesen dem Besucher meist mit einem Lächeln gegenübertreten. Lächeln ist auf Bali ein Ausdruck von Würde und Respekt. Sie werden feststellen, dass mit einem Lächeln alles viel schneller und besser funktioniert auch wenn eine Leistung abgelehnt wird. Als Reisender tut man gut daran, für die Dauer des Aufenthaltes sich der europäischen Körpersprache zu entledigen und die angenehme, zuvorkommende Sprache der Balinesen anzunehmen – Lächeln und Freundlichkeit.

Die bevölkerungsärmeren Gebiete befinden sich im Westen und Norden der Insel. Dort findet man auch noch die ursprüngliche Natürlichkeit der Menschen die zu mehr als 90 Prozent in der Landwirtschaft tätig sind.
Die Landessprachen sind Balinesisch welches eine eigenständige Sprache darstellt und die Amtssprache Bahasa Indonesia (wörtl.: Sprache Indonesiens). Besonders in touristischen Zentren wird natürlich auch Englisch und manchmal Deutsch gesprochen. Aber keine Angst, sollte ein sprachliches Problem entstehen, wird sofort nach einem geeigneten Dolmetscher gesucht der zumindest einige Wörter versteht und übersetzen kann. Mit Händen und Füssen zu sprechen ist ein beliebtes und für beide Seiten äußerst amüsantes Erlebnis welches immer mit Freundlichkeit, Begeisterung und Ausdauer durchgeführt wird.

- TIPP
Im Osten der Insel sind die „Bali Aga“ zu finden. Diese Menschen leben in den fruchtbaren Tälern unweit von Candi Dasa in Dörfern wie Tenganan, Amlapura, Bugbug, Timbrah oder Asak. Vor einigen Jahrzehnten durfte man diese Ureinwohner nur mit Sondergenehmigung besuchen. Heute ist es möglich gegen eine geringe Spende das Dorf zu besuchen und das Leben und Arbeiten der Einwohner zu beobachten. Dort werden in aufwendigsten traditionellen Herstellungsverfahren die gemusterten Gering-Stoffe mit dem sogenannten Doppel-Ikat-Verfahren hergestellt. Diese Stoffe sind weltweit einmalig und besondere Stücke können bis einige tausend US-Dollar kosten.







